Zisternenkauf: Sie haben die Wahl

So finden Sie die richtige Zisterne

Beim Kauf Ihrer Zisterne haben Sie grundsätzlich die Wahl zwischen einer Zisterne aus Beton und einer solchen aus Kunststoff. Zudem gibt es besonders flache Tanks, die sich mit geringem Aufwand einbauen lassen. Um das Regenwasser in Haus und Garten nutzbar zu machen, benötigen Sie zudem Filter, Pumpe und einen Anschluss an die Hauswasserleitung und die geplanten Verbrauchsstellen.
Betonzisternen – robust und nahezu unverwüstlich
Betonzisternen werden in einem Stück gegossen und sind dadurch extrem stabil. Sie können ohne weiteres mehrere Jahrzehnte im Boden bleiben, ohne dass es zu Rissen oder undichten Stellen kommt. Auch hohen Belastungen, wie sie zum Beispiel unter Einfahrten vorkommen, halten die Tanks aus Beton stand. Eine solche massive Betonzisterne hat ein hohes Gewicht und entsprechend hoch ist auch der Aufwand bei Transport und Verladen. Idealerweise wird die Betonzisterne daher angeliefert und eingebaut, bevor der Garten angelegt bzw. die Fläche weiter bebaut wird. Ein weiterer Pluspunkt der Betonzisterne gegenüber jenen aus Kunststoff liegt in ihrer Auftriebssicherheit. Selbst bei hohem Grundwasserspiegel sind keine zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen gegen Auftrieb notwendig. Das Gewicht des Betons reicht aus, um die Zisterne an ihrem Platz zu halten.

Kunststoffzisternen – die leichtgewichtige Alternative

Auch Zisternen aus Kunststoff werden aus einem Stück gegossen und sind dadurch solide und strapazierfähig. Sie bestehen aus leichtem Polyethylen, kurz PE, das sich durch lange Haltbarkeit auszeichnet. Dank ihres geringen Gewichts sind sie deutlich leichter zu transportieren und einzubauen als die Zisternen aus Beton. Doch sollten Sie darauf achten, dass die Kunststoffzisterne nicht zu großem Druck ausgesetzt wird, dem der leichte Kunststoff nicht gewachsen ist: Bei einem Einbau unterhalb des Grundwasserspiegels besteht die Gefahr des Auftriebs durch das von unten drückende Wasser. Auch dem Druck zu hohen Gewichts von oben, zum Beispiel unter stark befahrenen Stellen, ist der Kunststoff unter Umständen nicht gewachsen. Eine entsprechend dicke Wandstärke und zusätzliche Sicherungsmaßnahmen können hier Abhilfe schaffen, sollten jedoch von einem erfahrenen Fachmann geprüft werden.

Flachtanks mit besonders niedriger Einbauhöhe

Spezielle Flachtanks zeichnen sich durch ihre geringe Einbautiefe aus. Für Sie bedeutet das: Der Erdaushub ist gering, der Einbau insgesamt mit weniger Aufwand verbunden. Damit sind Flachtanks eine sehr günstige Alternative. Trotz des flachen Formats findet man hier erstaunlich stabile Tanks, die auch höheren Belastungen ausgesetzt werden können. Dennoch empfiehlt sich immer eine gründliche Prüfung, ob der Kunststoffbehälter dem zu erwartenden Druck dauerhaft standhalten kann.

Pumpen, Filter und Regenwasserwerke

Zusätzlich zu der Zisterne benötigen Sie einiges Zubehör, damit Sie das gesammelte Wasser auch nutzen können. Dazu gehört zunächst einmal ein Filtersystem, welches das Regenwasser reinigt und für die Nutzung im Haushalt aufbereitet. Mit Hilfe einer geeigneten Pumpe gelangt das gesammelte und gereinigte Regenwasser über die Hauswasserleitung zur Verbrauchsstelle. Moderne Regenwasserwerke übernehmen die Aufgabe, das Wasser aus dem Tank zu saugen und in die Nutzwasserleitung in Ihrem Haus einzuspeisen. Die intelligente Technik kontrolliert dabei ständig den Füllstand in der Zisterne und sorgt bei zu niedrigem Füllstand dafür, dass Trinkwasser eingespeist wird.